Ticketverkauf zum 2. Ökumenischen Kongress startet

Nachricht 13. Dezember 2023

Seelsorge im Gesundheitswesen

Fotos: Rudy und Peter Skitterians auf Pixabay

Rund 50 Vorträge, Workshops und Podien, dazu eine Reihe von Begleitveranstaltungen bietet der 2. Ökumenische Kongress der Seelsorge im Krankenhaus und Gesundheitswesen, der im Juni 2024 in Hannover stattfindet. Ab sofort können Tickets für den Kongress erworben werden.

„Viele unserer Anfragen sind auf fruchtbaren Boden gefallen“, sagt dazu Uwe Keller-Denecke vom Zentrum für Seelsorge und Beratung (ZfSB) in Hannover. Der Geschäftsführer des Kongresses freut sich über Zusagen renommierter Referent*innen aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz, die sehr unterschiedliche Aspekte des Kongressthemas „Seele im Gesundheitswesen“ beleuchten werden. „Austausch, Diskussionen und Positionsbestimmungen für die Zukunft werden wichtige Bestandteile dieses Kongresses sein“, ergänzt Angela Grimm, Direktorin des ZfSB.

Zur internationalen Verhältnisbestimmung von Spiritual Care und Seelsorge referiert Prof. Dr. Isabelle Noth von der Universität Bern zum Kongressauftakt; erste Ergebnisse des interdisziplinären Pilotprojektes „ALS-Homecare“ und aus dem noch wenig verbreiteten Arbeitsgebiet Neuro-Spiritual Care stellt Krankenhausseelsorger Dr. Benno Littger vor. In einem Workshop arbeiten Dr. Dorothee Haart, Krankenhausseelsorgerin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, und Personalvorstand Joachim Prölß zum Dialog zwischen Seelsorge und Klinikleitung; mit rassistischen Vorurteilen in der Krankenhausseelsorge befasst sich Sarah Vecera, Bildungsreferentin der Vereinten Evangelischen Mission, in einem Impulsvortrag.

Dr. Klaus Klother, Fachmann für christliche Unternehmenskultur aus Dortmund, thematisiert den Spagat zwischen Stellenvakanz und Qualitätsanspruch, während Dr. Dorothee Arnold-Krüger vom Zentrum für Gesundheitsethik an der Evangelischen Akademie Loccum und Dr. Katharina Woellert, Vorstandsbeauftragte für Klinische Ethik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die Frage stellen, ob Seelsorge und Ethikberatung zu einer wechselseitigen Ressource werden können. Ganz praktisch nähern sich Vertreter*innen aus Diakonie, Caritas, Ethik und Coaching in einem Podiumsgespräch der Frage, was es an Ressourcen braucht, damit Seelsorge im Gesundheitswesen gelingen kann.

„Kann es für Seelsorge ein Indikationsset geben? Auch das wird während des Kongresses eine Frage sein, die ich wirklich spannend finde“, sagt Angela Grimm. Erstmals präsentiert wird am Abschlusstag des Kongresses auch ein sogenanntes White Paper, das Ergebnisse eines internationalen Workshops mit Fachpersonen aus Belgien, Deutschland, England, den Niederlanden, Schottland, der Schweiz und den USA festhält. „Ziel dieses Dokumentes ist es, in einer Zeit des Wandels zu einer Stärkung und Weiterentwicklung einer christlich profilierten Krankenhausseelsorge beizutragen“, stellen die Referent*innen Prof. Dr. Annette Haußmann, Universität Heidelberg, Prof. Dr. Simon Peng-Keller, Universität Zürich, und Prof. Dr. Traugott Roser, Universität Münster, dazu fest.

Der ökumenische Kongress „Seele im Gesundheitswesen“ findet vom 10. bis 12. Juni 2024 im Hannover Congress Centrum statt. Veranstalterin ist die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Deutschen Bischofskonferenz und dem Bistum Hildesheim.

Ab sofort sind Kongresstickets auf www.oek-kongress-krankenhausseelsorge.de/tickets erhältlich; bis zum 31. März 2024 zum Frühbuchungstarif. Informationen zu allen Veranstaltungen und den Referent*innen sind ebenfalls auf der Webseite zu finden.